Mittwoch, 20. August 2008

Leipzig, wir sind da. Wo ist der Boom?

Hotelbetten gab es in der Woche vor der GC keine mehr, selbst die Campingplätze in der Nähe sind vollkommen ausgebucht. Wenn man noch einen Indikator gebraucht hätte, dass die Branche boomt - das wäre ein Kandidat.

A propos Boom. Die Kollegen von der englischen Financial Times haben gestern sogar geschrieben, die Spiele-Branche sei rezessionsfest. Wachstum in diesem Jahr weltweit: 9,5 Prozent. Beide Einschätzungen stammen vom Marktforscher IbisWorld. Das ist schön, aber bei optimistischen Marktforschern muss man immer skeptisch sein. Auf der Website von IbisWorld gibt es eine Pressemeldung über die Entwicklung der Spielebranche, dort steht zum Beispiel, dass die Entwicklung so weitergehen soll, "so lange ältere Gamer das Computerspielen nicht aufgeben".

Aufgeben? Dafür gibt es keinen Grund. Noch nicht, zumindest. Und hoffentlich niemals. Hier schon mal ein Hinweis in eigener Sache: Liebe Altersheime, sichert Euch doch jetzt schon mal ein paar Playstations und X-Boxen, die gibt es in 35 Jahren nur noch antiquarisch zu kaufen, und es wird dann so viele Leute geben, die die alten Sachen noch mal spielen wollen.

Und noch ein Hinweis zur Ernüchterung: Ganz egal, was IbisWorld denkt, im Moment boomt es, weil so viele Menschen zum ersten Mal spielen, die vorher jahrelang dachten, dass Computerspiele nichts für sie sind. Sobald diese Gruppe vollständig erschlossen sind, wird der Boom aufhören.

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