Freitag, 29. August 2008

Sony geht in die Vollen

Auf dem Sony-Stand, dem größten Auftritt auf der Ifa, gab es heute morgen vor Messeeröffnung eine exklusive Führung. Für den prall gefüllten Geldbeutel fand sich dort einiges zum Erleichtern. Beeindruckend ist beispielsweise die Lautsprechersäule Sountina, die 360 Grad Raumklang bietet. Das ganze zum Preis von 20.000 Euro.

Schick auch der Oled-Fernseher XEL-1, der als Prototyp mit 30 Zoll Bildschirmdiagonale zu sehen ist. (Hier unser Video) Flach ist auch der ZX-1,ein LCD-Fernseher, mit LED-Hintergrundbeleuchtung, der an der flachsten Stelle nicht mal einen Zentimeter breit ist. Das Gerät soll im Januar kommenden Jahres für 4500 Euro auf den Markt kommen. Die Signalübertragung auf das flache Display funktioniert drahtlos auf einer Strecke bis zu 30 Meter.

Ein weiterer Trend sind LCD-Fernseher, mit 200 Hertz-Technik für ein noch besseres Bild, vor allem bei schnellen Bewegungen. Sony zeigt auch einen neuen Blu-ray-Player, den S5000ES. Auf einen Rekorder muss der deutsche Kunde noch bis mindestens Ende 2009 warten. Sony will so mögliche Streits um Urheberrechte vermeiden. Außerdem gebe es vor 2010 noch keine nennenswerten HD-Inhalte.

Wer gerne Mikado spielt, wird sich für Pocky begeistern können. Die etwa einen Meter hohen Lautsprecher sind nur 4,3 Millimeter tief und ähneln eher Antennen.

Eher lieblos sieht es dagegen in der Handy-Ecke aus. Der Besucher hat rund 30 Minuten vor Eröffnung der Messe den Eindruck, die Mobiltelefon-Ecke wird eher ab- als aufgebaut. Die Sparte steht den deutlichen Worten von Sony-Chef Howard Stringer zufolge auf dem Prüfstand.

Ein letztes Highlight ist der neue E-Book-Reader. Nach Fortschritten bei der digitalen Tinte wagt Sony sich jetzt mit einem neuen Produkt auch auf den deutschen Markt. Die Akkulaufzeiten haben sich verbessert - mit einer Ladung können nun knapp 5000 Seiten gelesen werden. Auch wenn der große Durchbruch des Konkurrenzgerätes Kindle von Amazon bisher ausblieb, hofft Sony nun auf ein Anziehen des Marktes - nicht zuletzt, weil immer mehr Bücher digitalisiert werden. Dafür hat es dem Reader sogar einen SD-Slot neben dem hauseigenen Memory-Stick spendiert.

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