Nach DKNY und Hervé Léger zeigte die Königin des Wickelkleides, Diane von Fürstenberg. Vor der Show am Nachmittag belageren die Fans das Zelt am Bryant Park. Mit gezückten Kameras warten sie an den Eingängen auf Jennifer Lopez, aber zur Not fotografieren sie auch eine Schönheit, die angeblich Holly heißt und aus dem Taxi zum Backstageeingang eilt. Niemand weiß genau, was sie so macht, aber wenigstens sieht sie aus wie ein Star.
Drinnen ist das Zelt schon bis zur seiner Belastungsgrenze gefüllt, der Strom der Gäste und Kamerateams reißt trotzdem nicht ab. Der Laufsteg wurde in der Mitte unterteilt und bestuhlt - das hier ist eine Show der ersten Liga, also braucht es auch eine größere erste Reihe.
Vogue Chefin Anna Wintour hat mit ihrem Modechef André Leon Talley schon Platz genommen, ebenso wie ihre Kollegin Suzy Menkes von der Herald Tribune. Ellen von Unwerth ist da und Elle MacPherson, aber die Kameras stürzen woanders hin. Jennifer Lopez kommt herein mit Bodyguards und Eva Longoria, Uma Thurman setzt sich vier Plätze weiter. Überall zoomen die Fotoapparte. Nach zehnminütigem Posing tippt JLo lieber SMS, Eva richtet ihren Pagenkopf und Uma holt die Sonnenbrille raus. Auf den Stehplätzen in der letzten Reihe bleibt den Sponsorenkindern die Luft weg. Selbst die sonst eher übereifrige Air Condition kapituliert. Erstmals ist es drinnen so sommerlich heißt wie draussen.
Auf dem Laufsteg geht es jetzt immerhin luftig zu: mit Federn und Blumen im Haar schweben ihn die Models entlang und zeigen so traumhafte wie tragbare Kleider. Glänzender Hippieschick mit floralen Mustern und in so strahlenden Farben, dass selbst ein Regenbogen bei der Schlußparade verblassen würde.
Und am Ende kommt die Schöpferin auf die Bühne. Statt einer kurzen Verneigung läuft sie strahlend den gesamten Laufsteg entlang, gerührt von den stehenden Ovationen. Und in diesem Moment ist tatsächlich sie der Star ihrer Show.
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