Sonntag, 25. Januar 2009
Auftritt des Polarisierers Liebnau
Der jüngste der vier Supporter-Kandidaten ist auch der umstrittenste: Johannes Liebnau, Vorsänger im Stadion, der mit Rufen wie „Tod und Hass dem SVW“ beim Nordderdy gegen Weder Bremen die Stimmung der Hardcore-Fans zum Übersieden bringt. Für den Schlachtruf steht er in der Öffentlichkeit aber auch in Teilen der Supporter in der Kritik. Bei seinem Auftritt vor den mehr als 4000 Mitgliedern im Saal verteidigt Liebnau seine Gesänge: „Fußballfans sind keine artigen Chorknaben, und das Stadion ist keine Oper.“ Damit trifft er den Nerv der Fans und genießt lauten Applaus. Die Botschaften solle man nicht so wörtlich nehmen, sagt der Gebietsverkaufsleiter beim Bierbrauer Carlsberg. Auch als Aufsichtsratsmitglied will Liebnau nah bei den Fans bleiben: „Ich werde weiter als Vorsänger da sein“, verspricht er. „Sportlichen Erflog halte ich für das Wichtigste, aber nicht auf Kosten der Mitglieder und Fans“, sagt der Bewerber. Am Ende der Rede erntet Liebnau Applaus – auch von HSV-Chef Hoffmann.
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