Der Style: "If the future looks grim, stick up your chin and grin, the show must go on" heißt es in der Kollektions-DNA-Analyse und sie verspricht weiter einen Mix aus Tag- und Nachtgarderobe, "rich and poor, old and new". Oder anders ausgedrückt: Kann ich zum Frack eine Jeans im destroyed look tragen, vertragen sich Freestyle-Stepptanzschuhe (die mit der bulligen runden Kappe) mit Frackhemd, ungebunden umgelegter Fliege und Lederweste (die übrigens einmal mit Rückenpartie aus Tweed oräsentiert wurde)? Weste aus feinem Zwirn überm Kapuzensweater und zu Kordhosen?
Bei den Jungs, die diese Vereinigung von Gegensätzen wie aus dem Ei gepellt präsentieren, sieht das schon meist gut aus. An moderne Smokingjackets zu Denim haben wir uns schließlich auch - und gern - gewöhnt. Ach ja, einige der Farben des Winters 2009/2010 kennen sie mittlerweile, oder? Hier waren die Varianten Bordeaux, Braun, Piniengrün , Grau, Schwarz und Weiß zu sehen.
Die Show: Theatralisch! Geschwungene Freitreppe, Lüster, ein Ballettpaar schwebt in "Ziegfield Follies"-Manier von den Stufen auf den Laufsteg ... Wie meist sitzt Designer-Kollege Neil Barrett in der ersten Reihe, um Dan und Dean Caten zu unterstützen. Zuvor half er seinem Begleiter in einer Seitenstraße mit Handzeichen beim Mini-Einparken. Modeschöpfer können so herrlich volksnah sein. Vermutlich gehen sie sogar selbst Brötchenkaufen. OMG!
Nach dem peppigen Endlosmix von Shirley Bassey bis Britney Spears bin ich auch ohne Espresso ready for catwalk. Als kleiner Kniff liefen zuletzt zwei Zwillingspaare, und ganz am Schluss rutschten (die Zwillinge) Dan und Dean in weißen Dinnerjackets das Geländer der Freitreppe herab.
Das Must-have: Mit der neuen Freiheit werd' ich mal herumexperimentieren, sofort haben muss ich eines der Steppschuhpaar mit ein wenig Absatz
Ups ... My little diva moment heute: extra für mich musste eine Sitzreihe verlängert werden. Nicht, weil mein petite boule derrière nicht auf den vorhandenen Platz zu wuchten war, sondern meine Karte nach Nr. 23 verlangte, die Bank aber mit Nr. 22 endete. Wäre es nicht so stockfinster gewesen ein idealer Moment für die ganz große Wintour-Sonnenbrille.
Ups 2 ... "Ich fand's ja ganz spritzig und cool, vor allem als erste Show des Tages der ideale Aufputscher", sage ich auf dem Weg zur nächsten Schau zu einem reizenden Kollegen aus Österreich. "Schrecklich, camp, der sich auch noch ernst nimmt. Mir hat nicht ein einziges Teil gefallen." Pause. "Naja, an D² scheiden sich halt die Geister ...", murmele ich und höre lieber auf die Melodie von "Womanizer" zu summen, einem der Tracks der Dsquared²-Show.
Psst! Wer wann warum im "Dschungelcamp" rausgeflogen ist, beschäftig die deutsche Mode-Delegation dann doch sehr ...
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