Samstag, 17. Januar 2009

Form(t)schön: Jil Sander


Der Style:
Sander-Designer Raf Simons hatte mich schon nach der ersten Herrenmantelskulptur auf seiner Seite. Schmal die Schultern, soft schimmernd und doch wirkungsvoll unbeweglich der Wollstoff, der bauchige Bogen zum Mantelsaum - ganz großes Laufstegkino. Überhaupt wirkt jedes Outfit wie angegossen, und so stark betonte Taillen hat man auf einer Männerschau sehr lange nicht gesehen. Gewagt & gewonnen!

Die Show: konzentriert und von an Kate Bush erinnerndem Gesang und düster-meditativen Klängen untermalt; die streng zurück gekämmten Frisuren sitzen, mit dem perfekten Sitz der Garderobe würde hier auch ein Erdbeben keinen größeren Schaden anrichten


Das Must-have: einer der Herkules-Pullover mit Innenfutter aus Neopren, deren extraweiter Oberarm und die steife Schulternaht ein sexy breites Kreuz zaubern - und das ganz ohne Muckibude

Ups ... Raf Simons sei Dank hat die Location keine Spiegel. Im unbarmherzigen OP-Licht auf weißen Wänden sah ich bestimmt aus wie Pete Dogerty nach dem Junggesellenabschied.

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