Der Style: Einfach ausgedrückt dürfte man im Hause Ferré auf die Frage nach dem Sinn des Lebens derzeit "6267" antworten. Schließlich stehen die zwei Designer Tommaso Aquilano und Roberto Rimondi (alias 6267) nach dem Tod des großen Gianfranco für das Morgen der Marke. Nach ihrem Debüt bei den Damen zeigten sie heute, wie sie sich einen richtigen Mann vorstellen. In raffinierten Bomberjacken mit Sattelschultern, in Leder mit Neopren veredelt, in weißen Hemden, die kunstvoll aufgepeppt wurden, etwa mit Pailletten. Ansonsten Tweed, Metallgeflecht als Krawatte und Schmuckuhren für Herren. Ok, manchem Zuschauer war das Gezeigte ein wenig zu artsy fartsy, zu gestelzt designt, aber besser ein wenig zu viel wagen als sich durchwurschteln. Vor allem bei einem Debüt!
Die Show: Wabernde Beats und die unverkennbare Stimme von Grace Jones erfüllen die Luft über dem viereckigen Laufsteg. Klar, wer denkt bei Zukunft nicht an Grace Jones ...
Das Must-have: die dunkelblaue Persianerjacke
Psst! Ich mache mir ernstlich Sorgen um mein Deckhaar, denn ich scheine ein Dekret von ganz oben verpasst zu haben, nach dem sich den Kopf bis auf das rechte oder linke Ponyareal kurz zu scheren hat, wer über Textilien berichten möchte. Wie im Film "Napola". Bloß ohne Drittes Reich und so düsteres Zeug. Woher der Trend kommt und was er bedeutet? Ich tippe auf das Schlagwort "Punk" und werde das mal recherchieren. Lassen.
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