Dienstag, 20. Januar 2009

Schultern zum Anlehnen: Versace

Der Style: "His shoulders were wide, his hips narrow. He had the hips of an English Guards officer, and his dinner clothes fitted him so beautifully that it hurt", schreibt Raymond Chandler in seinem Kurzkrimi "Pickup on Noon Street" (erschienen in der Sammlung "Gefahr ist mein Geschäft", Diogenes). Und so stellt sich Donatella auch den Versace-Mann des kommenden Winters vor. Gut definierte Schulterpartie, leicht verstärkt, jede Silhouette soll an Hollywoods Ikonen der 20er und 30er erinnern.
Was man jetzt nicht mit nostalgischen Kostümen verwechseln darf, bei Versace ist man ganz im Hier und Jetzt. Herrliche Kaschmiranzüge in Gletscherweiß, dass fast schneeblind macht; gewachste Wolle; extra-smarte, per Laser zugeschnittene Sakkos; sportliche Outdoor-Entwürfe mit Wasser abweisendem Kaschmir oder ein Parka aus Seidentwill mit Nerz-Details; zwischen Schwarz, Grau, Espressobraun und Kamelbeige blitzt es Straußenblau und sehr rot, etwa von dünnen Rollkragenpullis. Vielseitig: der Schal aus Kaninchenfell, den man zur Weste knöpfen kann



Die Show: Wie immer im eleganten Teatro Versace, mit seinen zwei halbrunden Projektionsflächen, die diesmal mit arktischen Eisbergimpressionen bespielt wurden. Hier würde bestimmt auch ein DVD-Abend Spaß machen

Das Must-have:
die Lackschuhe mit runder Spitze, die derbe Form mit Glamour verbinden

Psst! Im Soundtrack der Show befanden sich drei bisher unveröffentlichte und unaufgeführte Kompositionen, sprich Tracks von Prince. Und die gingen sowas von in die Beine!

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