Der Style: Als David Beckham endlich (vor mir) Platz genommen hatte und sich unsere Pupillen etwas entspannten von den Blitzlichtkanonen, die minutenlang den bekanntesten Sportler of the planet beschossen hatten, sah ich, was man aus einer jungen Zweitlinie machen kann. Eine dritte Hauptlinie (nach Armani Collezioni), auf die ebensoviel Mühe und Innovationskraft verwandt wird, wie auf die Giorgio-Armani-Kollektion. "Verschwende Deine Jugend nicht an Schockeffekte" hieß es frei übersetzt in der Begleitschrift der Modenschau, allzu spießig wurde es dennoch nicht. Natur in der Stadt gab die Farben vor - Baumstumpfbraun, Blattgrün, Nachtschwarz, Mausgrau - die Silhouette bleibt schmal und als Erfindung oder Wiederentdeckung schickt Armani eine Art Marlenehose für Männer (Marlonhose?) an den POS. Hoher, breiter Bund mit weitem Bein etc. Das sieht natürlich, wie eigentlich alles, nur mit flachem Bauch gut aus. Sogenannter Flock-Samt ist bei EA das neue Fleece, die Jacken sind kurz und manches Outfit sieht ein bischen nach ultracoolem Lodenlook aus. Nur ohne Loden.
Die Show: Zur Präsentation der EA7-Wintersportswear stapfte ein projizierter Fuß durch den digitalen Schnee auf dem Catwalk. Nett.
Das Must-have: Die grüne Samthose, (leider) gleich mehrere der Sonnenbrillen und das Snowbike aus der EA7-Serie, eine Kreuzung aus Radl und Snowboard. Brav mit Helm präsentiert und dennoch für Ministerpräsidenten nur gedrosselt geeignet.
Psst! irgendwann in 2010 wird das Armani Hotel Milano in den oberen Etagen des jetzigen Flagship-Kaufhauses der Marke in der Via Manzoni fertig sein. Üben können die Betreiber ab Ende 2009 in Dubai, im dann höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Dubai.
Ups ... Dass sie ab und an ein wenig lächeln sollten, fiel den extrem feschen Jungs bei Emporio schwer. Bei Etro übt man das schon etwas länger, da gibt's die ganze Palette vom gequälten über das breite Grinsen bis zum schallenden Lachen ohne Ton.
Montag, 19. Januar 2009
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