Montag, 19. Januar 2009

"Thank God, it's Frida": Gucci

Der Style: Zugegeben, die Überschrift für diesen Post habe ich den Kollegen von how to spend it UK geklaut, aber sie passte einfach zu gut. Warum? Nun, an den 80ern versuchten sich Designer seit dem Ende derselben immer wieder. Mal an bestimmten Aspekten - Musik, Kunst, Film - mal am Lebensgefühl des Jahrzehnts. Bei den Frauen kehrten jüngst die die Leggins und die Maxi-Pullover in grellen Farben zurück, und sind schon wieder auf dem Weg ins Archiv. Bis zum nächsten Revival.
Auch die Männer wurden bereits in mehreren Kollektionen jüngeren Datums behutsam in Richtung Zeitmaschine gebeten, Bei Gucci-Kreativdirektorin Frida Giannini sind sie selbiger heute entstiegen - und angekommen. Selten wurde die Vergangenheit so lebendig und lebensprall remastered. Wäre nach den Pet Shop Boys vom Band später noch Taylor Dayne mit "Tell it to my heart" auf die Bühne marschiert - niemand hätte mit der getuschten Wimper gezuckt.
Zunächst etliche graue Anzüge mit schmalen Schultern, tiefem Knopf engem Hosenbein (RÖHRE!), die Haare auf New Wave gekämmt. Dann die Hemden: roter Rumpf, Kragen pink, auch in Ocker mit weißem Kragen und Krawatte in "Electric Petroleum Blue". Sehr g... schön! Weitere Highlights: Bomber-Pullover mit Leopardenprint - keine Angst, in Schwarz auf Blau; ein schwarzer Lederoverall, den man nicht mal ansatzweise ausfüllen sollte, sonst: "Bäh!"; auch Jacken und Mäntel können übereinander getragen werden; viele Oberflächen in edlem Metallic-Glanzfinish; Slipper mit Absatz aus Glas (Acryl?)

Die Show:
... ist gleich in mehreren Kategorien Anwärter auf meine "Best of Liste" der Modewoche, dazu ganz am Schluss des Par-force-Ritts mehr

Das Must-have: ohne den Lederrucksack mit lederner Fahrradkette als Dekoration wird das Leben wirklich schwer ...

Psst! Der Catwalk wird zum High-Tech-Camp: eine Kollegin hielt ihr iPhone in die Luft, um per Shazam rauszukriegen, welche Musik gespielt wurde. Neulich im Cyberspace ...

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