Als Zyniker ohne Herz für die Heimat entpuppt sich der brasilianische Bestsellerauto Paolo Coelho. "Meine größte Sorge ist, dass die Krise zu früh zu Ende geht", vertraute der 61-Jährige der FTD in Davos an. Wie er zu der originellen Einschätzung kommt? "Das Schlimmste wäre doch, dass die großen Staaten jetzt sehr viel Geld ausgeben, die Krise stoppen, und in vier oder fünf Jahren die nächste, dann aber viel größere Krise kommt."
So weit, so nachvollziehbar. Doch dann macht der begeisterte Fußballfan seine ganz eigene Rechnung auf. Gefragt, ob die Krise nicht auch ein Rückschlag in den Bemühungen ist, die Dritte Welt zu entschulden, meint Coelho: "Was soll's, bei jedem Krieg gibt es Opfer, das ist halt so." Ob er das ernst meint? "Aber sicher doch!" Immerhin, eine tröstliche Einschätzung hat der Brasilianer dann doch noch. "Immerhin rücken die Erste und die Dritte Welt jetzt enger zusammen, denn den großen Ländern geht es ja noch viel schlechter als den kleinen - die Kluft schließt sich!" Tim Bartz
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